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Neue Suchfunktion in Facebook – ein zweischneidiges Schwert

30.01.2013 19:09 MSK   |   Ihr Kommentar

Im Zusammenhang mit der Einführung der neuen sozialen Suche Graph Search raten Sicherheitsexperten den Facebook-Usern dringend, ihre Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen und bereits veröffentlichtes Material unter Umständen zu löschen. Selbstverständlich tut eine verbesserte Suchfunktion dem Service gut und ist im Sinne der rechtmäßigen Anwender, doch derartige Neueinführungen erleichtern auch Phishern und Spammern das Leben, die im Netz nach persönlichen Daten der Nutzer suchen, um die Effizienz ihrer Versendungen zu steigern.

Laut Facebook erleichtert und beschleunigt der Service Graph Search die Suche nach den Informationen im sozialen Netzwerk, auf die der Nutzer sowieso Zugriff hat. Das neue System ist zudem mit der Suchmaschine Bing gekoppelt, um zusätzliche Daten aus dem Internet bereitstellen zu können. Da die bei Facebook hinterlegten Materialien unterschiedlichen Vertraulichkeitsstatus haben, wird die Suchausgabe für die Anwender personalisiert. Offene Informationen tauchen in allen Suchergebnissen auf, was nicht nur öffentliche Einträge im Profil und an der Pinnwand einschließt, sondern auch Bildunterschriften und Abstimmungsergebnisse (über den „Gefällt mir“-Button).

Da es nicht möglich ist, die Aufnahme von Daten in die Suchfunktion zu verhindern, die irgendwann einmal auf Facebook veröffentlicht wurden, sind die Anwender wohl oder übel gezwungen, die über Graph Search verfügbaren Informationen mit Hilfe der Privatsphäre-Einstellungen selbst zu kontrollieren, und unerwünschte Kommentare aus fremden Fotos und Postings manuell zu löschen, um so unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Facebook meint zu Recht, dass es – bei Bereitstellung der entsprechenden Tools – am Anwender selbst liegt, den Umfang und den Grad der Vertraulichkeit der im sozialen Netzwerk veröffentlichten Informationen zu kontrollieren. Leider erinnern sich aber viele Nutzer gar nicht mehr daran, was sie irgendwann einmal veröffentlicht oder kommentiert haben. Zudem ist es den Anwendern selten bewusst, wie viele Daten privater Natur im Netz zusammenfließen. Mit Hilfe einer guten Suchfunktion kann sogar ein Laie, der auf Skandale aus ist, schnell und problemlos ein Profil seines künftigen Opfers erstellen und eine zielgerichtete Mail nach allen Regeln des Sozial Engineering verfassen.

Leider sind soziale Netzwerke von seit langem zu einer normalen Informationsquelle in allen möglichen Lebenslagen geworden. Die Nutzer dieser niemals vertrauenswürdigen Umgebung sollten sich dieser Tatsache bewusst sein und ihre Einstellung zum Austausch persönlicher Daten noch einmal überdenken. Den Facebook-Usern bleibt allerdings noch Zeit für eine Revision: Graph Search wird bisher nur als englischsprachige Beta-Version für Nutzer in den USA angeboten.

Quellen:

 

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