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Return Path: Kommerzielle Werbung lästiger als Spam von Botnetzen

10.12.2012 17:31 MSK   |   Ihr Kommentar

Nach Angaben des englischen Unternehmens Return Path, einem Anbieter von E-Mail-Intelligence-Lösungen, entfallen auf Marketing-Versendungen 70% der Spam-Beschwerden und 60% der Spamfallen-Treffer. Nach diesen Werten liegen die legalen Werber weit vor allen übrigen Quellen von E-Mail-Versendungen, inklusive Botnetze, die nur für 3% der Mitteilungen verantwortlich sind, die von den Anwendern als Spam angesehen werden, und für 11% der Spamfallen-Treffer.

Die Analyse basiert auf den Ergebnissen einer dreimonatigen Untersuchung von E-Mail-Versendungen, die in Nord- und Südamerika, Europa, Asien, Australien und in der Asiatisch-Pazifischen Region versendet wurden. Von Juli bis September sammelte Return Path statistische Daten aus 315.000 Versendungen, die über die E-Mail-Dienste von 241 Providern verschickt wurden; für jede einzelne wurde die Zahl der verlorenen, empfangenen und herausgefilterten Nachrichten registriert.

Die Experten stellten fest, dass die Zustellrate von kommerziellen Versendungen in den USA innerhalb eines Jahres um 5% zurückgegangen ist. Bessere Zustellraten für die legitime Korrespondenz wurden in Europa (84%) verzeichnet, schlechtere in Lateinamerika (69%). Dabei wurde für jede Region ein fortgesetzter Rückgang dieses Wertes registriert – eine allgemeine Tendenz, die bereits vor 10 Jahren festgestellt wurde. Insgesamt gehen am häufigsten Mitteilungen mit finanziellem Charakter verloren bzw. werden blockiert, wogegen bei Versendungen aus den Bereichen Einzelhandel und Online-Games die größte Chance auf Zustellung besteht.

Laut Return Path werden 29% aller eingehenden Mails von Newslettern gestellt, 21% sind Antworten auf gesendete Mails und 9% entfallen auf Privatkorrespondenz. Dabei handelt es sich bei 70% der eingehenden Mitteilungen, die von den Nutzern als Spam eingestuft werden, um legale Werbung und Newsletter, die den Anwender nicht mehr interessieren. Es ist kein Geheimnis, dass viele User vergessen, einen Newsletter irgendwann einmal abonniert zu haben bzw. einfach nicht die Zeit finden, sich wieder abzumelden, wenn kein Interesse mehr besteht. In jedem Fall ist es einfacher, den Spambutton zu drücken, als die Abmeldeprozedur zu durchlaufen. Um ungewünschte Assoziationen mit Spam zu vermeiden, sollten legale E-Mail-Werber ihre Adressdatenbanken regelmäßig aktualisieren und die Reaktion ihrer Abonnenten berücksichtigen, indem sie notwendige Veränderungen in ihren Marketing-Versendungen vornehmen.

Quelle:
blog.returnpath.com

 

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