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CO2 Zertifikate von Cyberkriminellen gestohlen

5.02.2010 18:16 MSK   |   Ihr Kommentar

Unglaublich, aber schon jetzt sind die erst kürzlich von den Regierungsoberhäuptern geschaffenen CO2-Zertifikate von Cyberkriminellen gestohlen worden. Für die Verschmutzungsrechte wurde umgehend ein Weiterverkauf eingeleitet. Der durch diesen Diebstahl entstandene Schaden geht in die Millionen. Da nun eine eingehende Überprüfung der Datenverarbeitungssysteme erfolgt, werden diese für den Rest der Woche ausfallen.

Wahrscheinlich in halb Europa wurden die amtlichen Register für den Emissionshandel aufgrund eines Online Angriffs lahm gelegt. In der vergangenen Woche wurden nach einem Bericht der Financial Times Deutschland die Zugangsdaten von zahlreichen Unternehmen erbeutet. Momentan werden von den betroffenen Behörden deren Sicherheitssysteme überarbeitet.

Nach dem vorliegenden Bericht wurden durch Cyberkriminelle Verschmutzungsrechte erbeutet und weiter veräußert. Die tatsächliche Schadenshöhe ist noch nicht abzuschätzen. Allein im Raum Deutschland ergab die Überprüfung dutzender Transaktionen bisher neun Betrugsfälle. Nach Informationen der Financial Times Deutschland (FTD) verlor ein mittelständischer Industriebetrieb Rechte im Wert von insgesamt 1,5 Millionen Euro, jedoch seien von diesem dreisten Diebstahl auch Händler und Stromversorger betroffen.

Mit einer an mehrere europäische und einige neuseeländische und japanische Unternehmen gesandten E-Mail sollen die Betrüger eine Mitteilung der DEHSt, der Deutschen Emissionshandelsstelle in Potsdam, vorgetäuscht haben. Unter anderem hieß es in dieser Nachricht, dass eine Neuregistrierung der Empfänger erforderlich sei mit dem Ziel, drohende Hackerangriffe abzuwehren. Im Anschluss sollen die Täter die Emissionsrechte auf Konten insbesondere in Großbritannien und Dänemark übertragen haben, von dort aus sei ein rascher Weiterverkauf erfolgt. Anscheinend gingen die neuen Besitzer von legal erworbenen Rechten aus.

"Der Angriff war hoch professionell", so ein DEHSt Mitarbeiter. Mittlerweile sei auch das Bundeskriminalamt eingeschaltet. Zwar wurde durch den Angriff der Rechtehandel über EEX, die Energiebörse sowie Broker nicht beeinträchtigt, jedoch seien derzeit erforderliche Eintragungen in die amtlichen Datenbanken nicht möglich. Am Freitag habe die Stelle in Potsdam den Betrieb eingestellt. Laut einer Sprecherin soll es hierbei mindestens für den Rest dieser Woche bleiben.

Quelle:
virenschutz.info
 

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